Der „2026 State of Lab Digitalization“-Report untersucht den tatsächlichen Stand der Digitalisierung in analytischen Laboren. Hierfür wurden 110 QA/QC-Labore befragt. Die Kernaussage ist, dass die meisten Labore zwar Software besitzen, aber noch weit von einer echten, vernetzten Digitalisierung entfernt sind.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
Das Excel-Dilemma: Obwohl 80 % der Labore ein LIMS nutzen oder planen, arbeitet jedes dritte Labor im Alltag weiterhin mit Excel-Tabellen als Brückenlösung parallel zum LIMS. Insgesamt nutzen 54 % der Labore Excel, was es zum zweithäufigsten Werkzeug nach dem LIMS macht.
Mangelnde Konnektivität: Nur 11 % der Labore geben an, dass ihre Messgeräte und Software-Systeme vollständig miteinander vernetzt sind. Daten müssen oft noch manuell übertragen werden (Im Lebensmittelbereich ein Problem für 42 % der Labore).
Gefühlte vs. echte Digitalisierung: Nur 21 % der Befragten betrachten ihr Labor als „vollständig digital“. 74 % befindem sich in einem ineffizienten „Hybrid-Modus“.
Hürden für den Fortschritt: Das größte Problem ist nicht das Geld. Die größten Bremsen sind regulatorische Einschränkungen, der Widerstand der Belegschaft gegen neue Systeme und Probleme bei der Datenintegration.
Zukunftspriorität Compliance & KI: Für 48 % der Labore steht die Datensicherheit und Compliance im Fokus. Zudem treibt der Bericht die Labore dazu, offene Datenstandards (wie SiLA und AnIML) zu nutzen, um Labordaten bereit für künstliche Intelligenz, zu machen.
Quelle: 1LIMS (06/2026)
