Künstliche Intelligenz bietet Laboren große Potenziale, um wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, Wissen schneller verfügbar zu machen und bestehende Prozesse effizienter zu gestalten. Entscheidend ist jedoch nicht die KI-Technologie allein, sondern ihre intelligente Integration in vorhandene Labor- und Unternehmenssysteme. Eine strukturierte, aktuelle und qualitätsgesicherte Datenbasis bildet dafür die Grundlage.
Im Labor sollte KI als Assistenzsystem eingesetzt werden: Sie bereitet Informationen auf, analysiert Dokumente und beschleunigt Routinetätigkeiten. Die fachliche Prüfung, Bewertung und Freigabe bleiben in der Verantwortung qualifizierter Mitarbeitender.
Ein praxisnahes Beispiel ist die automatisierte Verarbeitung von Analysezertifikaten (CoA) und Prüfaufträgen. Durch die Kombination aus OCR-Technologie, künstlicher Intelligenz und der Anbindung an bestehende Kundensysteme lassen sich relevante Informationen automatisch erkennen und strukturiert für die Weiterverarbeitung bereitstellen.
Der eigentliche Mehrwert entsteht durch die Einbettung in die vorhandene Systemlandschaft. Die ermittelten Informationen können an LIMS-, ERP-, QM- oder kundenspezifische Fachsysteme übergeben werden. So lassen sich manuelle Dateneingaben reduzieren, Bearbeitungszeiten verkürzen und potenzielle Übertragungsfehler minimieren.
Der vollständige Fachartikel erläutert die Voraussetzungen für einen erfolgreichen KI-Einsatz im Labor. Er zeigt, wie qualitätsgesicherte Daten, fundiertes Prozessverständnis, die Integration in bestehende Systeme und eine klar definierte menschliche Verantwortung zusammenwirken, um konkrete Mehrwerte in der Laborpraxis zu schaffen.
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