Forschende haben mit „Helixer“ ein neues Deep-Learning-Tool veröffentlicht, das den Flaschenhals der Genomanalyse eliminiert. Die Software identifiziert Gene direkt aus Roh-DNA-SEin internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Bremen hat erstmals Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) in historischen Messungen von 1951 in der Erdatmosphäre nachgewiesen – also 20 Jahre früher als bisher bekannt. Möglich wurde dieser überraschende Blick in die Vergangenheit durch die Auswertung historischer Messdaten von der Forschungsstation Jungfraujoch in den Schweizer Alpen.
Der Fund zeigt, wie wertvoll historische Messdaten für die heutige Forschung sein können. „Diese alten Aufzeichnungen erlauben uns, die Geschichte der Luftverschmutzung genauer nachzuvollziehen“, erklären die Forschenden. Das hilft, Klimamodelle zu verbessern und besser zu verstehen, wie schnell sich schädliche Stoffe in der Atmosphäre ausbreiten. Neben den FCKWs lassen sich in den historischen Spektren auch andere Gase in der Erdatmosphäre nachweisen, was Ziel weiterer Forschungsprojekte ist.
Fazit: Daten sind kein Abfallprodukt der Forschung, das nach der ersten Publikation entsorgt werden kann. Sie sind eine „Zeitkapsel“. Die Studie zeigt, dass eine saubere Archivierung und Datenmanagement heute die wissenschaftlichen Durchbrüche von morgen ermöglichen kann.
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Universität Bremen (02/2026)
